22. Dezember: Kleider machen Stress

Freitag, 22. Dezember 2017 00:00

Wenn Menschen sich in einer bestimmten Art und Weise „verkleiden“, verändern sie dadurch nicht nur ihr Äußeres. Getreu dem Motto: Außen wie Innen neigt man dann auch zu anderen Einstellungen und Sichtweisen.

In vielen Unternehmen gab es früher einen so genannten „Casual Day“, an dem die Mitarbeiter entgegen der üblichen Routine leger kleiden durften. Die äußere Lockerheit hat dazu beigetragen, dass Menschen entspannter aufeinander zugingen und den Menschen hinter der Fassade entdecken konnten.

Aufgrund von Gewohnheiten kleiden sich viele auch heute noch anders, wenn sie zur Arbeit gehen als in ihrer Freizeit. Vielerorts ist eine bestimmte Uniform oder Schutzkleidung sogar aus Arbeitssicherheitsgründen vorgeschrieben.  Anzug und Krawatte sollen nicht nur Seriosität suggerieren, man fühlt sich dann auch gleich viel „edler“.

Der Effekt der Kleidung kann sich natürlich auch negativ auswirken. Wenn man bei der Arbeit sehr viel Stress erlebt, steckt einem die Anspannung nicht nur in den Knochen, sondern eben auch in den Kleidern. Um den Stress los zu werden, ziehen sie sich einfach um.

Im Büro hilft es vielleicht schon, kurz die Krawatte zu lösen oder den obersten Knopf der Bluse zu öffnen, wenn es niemand sieht. Zuhause springt man am besten gleich aus dem Anzug. Dieser Wechsel des Äußeren ist dann auch ein kleines Ritual der Befreiung. Der Stress kommt in den Schrank und das Entspannungs-T-Shirt auf die Haut.

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