23. Dezember: Tresor

Samstag, 23. Dezember 2017 00:00

Giftige Substanzen lagert man am besten an einem sicheren Ort. Nicht alles, was uns stört, kann sofort gelöst werden. Menschen brauchen eine Art Zwischenlager für ihre Sorgen und den quälenden Alltagsstress. Wie wäre es mit einem Tresor?

Sorgen sie als erstes für eine ruhige Umgebung und ein paar störungsfreie Minuten. Nehmen sie dann eine entspannte Haltung ein. Schließen sie die Augen und stellen sie sich vor sie gehen in ihrer Fantasie an einem geheimen Ort, an dem sich ein ganz besonderes Behältnis befindet. Dabei kann es sich um einen Tresor handeln, doch auch jeder andere Form von Behältnis, das sich dazu eignet, Gegenstände sicher zu verwahren, ist dafür geeignet.

In diesen „Tresor“ packen sie nun in Gedanken all das, was sie belastet und womit sie sich in der nächsten Zeit nicht beschäftigen wollen oder können. Wenn es sich um Menschen oder Situationen handelt, machen sie ein Foto oder einen Film davon, den sie auf einem Chip speichern.

All diese Belastungsfaktoren packen sie nun in ihr sicheres Behältnis. Anschließend verschließen sie dieses. Bei einem Tresor gibt es eine Geheimzahl, die nur sie kennen. Vergewissern sie sich am Schluss noch einmal, dass alles einbruchssicher verschlossen ist. Nun können sie diese Stressoren hinter sich lassen. Gehen sie in ihrer Fantasie also zurück in den Raum, in dem sie sich gerade befinden und kommen sie ganz in ihrem Tempo wieder im Hier und Jetzt an.

Menschen, die solche Fantasiereisen machen, berichten, dass sie sich im Anschluss an den Verschluss befreit fühlen.

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